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Mutterhaus Hensoltshöhe Gunzenhausen

Projekt Umbau und Modernisierung mit Großküche und Ver- und Entsorgungsgebäude sowie Aussenanlagen

 

Hensoltstraße 58, 91710 Gunzenhausen

 

 

Bauherr:

Gemeinschafts-Diakonissen-Mutterhaus

Hensoltshöhe des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes e.V., Marburg

 

 

Das Projekt Gemeinschafts-Diakonissen-Mutterhaus Hensoltshöhe besteht aus drei zusammenhängenden Gebäudeteilen: Mutterhaus Mittelbau (Baujahr 1952), Mutterhaus Altbau (Baujahr 1905) und Mutterhaus Neubau (Baujahr 1932).

 

Der Altbau steht für den Anfang der "Hensoltshöhe". Der Altbau wird in seiner äußeren Erscheinung nicht verändert. Sorgsam werden Sandsteingewände saniert und ein später eingefügtes breitgelagertes Fenster zurückgebaut. Eingreifender sind die Maßnahmen im Inneren, um altersgerechte Zimmer einzufügen.

 

Der Mittelbau wird auf der Westseite aufgestockt, um die durchlaufenden Traufen zu unterbrechen, dem "Altbau" zusammen mit dem "Neubau" einen "Rahmen" zu geben und um zeitgemäße Zimmer zu gewinnen. Ein neues Treppenhaus wird in die Nordostecke des Gebäudes eingefügt. Wie in allen Bauabschnitten werden auch hier altersgerechte Zimmer mit eigenen Bädern und Gemeinschaftsräume eingerichtet. Die Fassade erhält eine Keramikfassade, deren Fugenbild sorgfältig auf den Bestand abgestimmt wird. Die nach Süden gerichteten Leibungsflächen sind weiß beschichtet, um Licht in die Räume zu lenken. Den Haupteingang markiert ein prägnantes Vordach, dessen Stützen einer Figur mit ausgebreiteten Armen ähneln.

 

Was sich auf den ersten Blick von außen nicht erschließt, offenbart sich im Inneren des Mutterhauses Neubau: ein moderner Stahlskelettbau bildet das Tragwerk - stützenfrei über eine Geschossfläche von 16 x 36 m. Die offene Raumstruktur folgt den Bedürfnissen einer in Gemeinschaft lebenden Schwesternschaft. Im Untergschoss wird eine leistungsfähige Großküche eingebaut, darüber der Speisesaal und im 1. Obergeschoss die Gemeinschaftsräume, die sich über leichte Holztrennwände verbinden lassen. Die neue Raumbildung in den Wohngeschossen erfüllt die Anforderungen aus dem altersgerechten und barrierefreien Wohnen. Um die Raumwirkung des Skelettbaus aus Stahl nachvollziehbar zu gestalten, werden an einzelnen Stellen Holztrennwände mit Oberlichtern eingesetzt. Mobile Trennwände unterstützen das Konzept der "offenen" Raumbildung.

 

 

Niederwöhrmeier + Kief

Freie Architekten BDA und Stadtplaner

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